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Material

Das Luftgewehr

Beim Sportgerät handelt es sich um ein handelsübliches Pressluft Gewehr. Blinde und Sehbehinderte setzen dieses aber im Unterschied zu Sehenden ohne Diopter und Korntunnel ein. Diese werden durch eine Spezialzielvorrichtung zur Umwandlung von Licht in Töne, verbunden mit einem Kopfhörer und einem Accu als Stromversorgung, ersetzt.

SWAROVSKI

Die bisherige Zielvorrichtung

Sie besteht aus einem Zielfernrohr ähnlichen Element, dem sogenannten Umwandler. Sie wird anstelle des Diopters und des Korntunnels am Gewehr montiert und verfügt, nebst einem Anschluss für die Stromversorgung und den Kopfhörer, über eine sehr komplexe Technik zur Umwandlung von Licht in Ton. Die Zielfindung erfolgt akustisch! Je höher der Ton, je zentraler die Zielposition.
Zur Feineinstellung sind am Umwandler Höhen- und Seitenverstellschrauben vorhanden.

Die bisherige Stromversorgung

Für den Betrieb des Umwandlers wird eine Stromversorgung benötigt. Diese wurde bisher über eine handelsübliche 9V-Block-Batterie gewährleistet, welche an einem geeigneten Ort am Schaft befestigt und über ein Kabel an den Umwandler angeschlossen wird.

VIASS

Die neue Zielvorrichtung

Sie besteht aus einer hochauflösenden Kamera welche die einzelnen Ziel-Bewegungen der Schützen registriert und mit Hilfe eines zusätzlichen Prozessors in Töne umwandelt. Die Kamera wird auf dem Luft-Gewehr anstelle des Diopters montiert und verfügt über je einen Anschluss für den Akku und den Kopfhörer. Als Messpunkt für die Bewegungsregistrierung dient ein LED-Sensor welcher beim Ziel angebracht wird. Die bisherige Licht-Installation entfällt. Die Zielfindung erfolgt aber noch immer akustisch! Je höher der Ton, je zentraler die Zielposition.
Zur Feineinstellung sind am Kammeragehäuse die notwendigen Tasten angebracht.

Der Kopfhörer

Es handelt sich um ein im allgemeinen Fachhandel erhältliches Produkt, welches jedoch vorteilhaft mit einer für jedes Ohr unabhängigen Lautstärkeregelung versehen ist. Die Ohrmuscheln sollten für Blinde und Sehbehinderte tastbar mit ‚L' für Links und ‚R' für Rechts beschriftet sein.

Der Schiessriemen

Es handelt sich um ein im allgemeinen Fachhandel erhältliches Produkt, welches in den Disziplinen 'liegend' und 'kniend' eingesetzt werden darf.

Der Schiesstisch mit Stuhl

Dieses Material wird für die Disziplinen 'liegend' und 'kniend', deren Regeln dem Rollstuhlsport angeglichen sind, eingesetzt. Er muss, wie im Übrigen alles Material, an alle Wettkämpfe selber mitgebracht werden. Die Konstruktion ist daher so gewählt, dass Tisch und Stuhl in seine Einzelteile zerlegt und der Stuhl werden kann. Alles sollte möglichst leicht gebaut, aber dennoch sehr stabil sein.

Die Munition

Es werden, genau wie im Schiesssport der Sehenden, Bleigeschosse eingesetzt; sogenannte Diabolo. Sie weisen ein Kaliber von 4,5 mm auf.

Die Diabolos verlassen den Gewehrlauf mit einer Geschwindigkeit von ca. 175 m/sek und sind, je nach Niveau des Schiessenden, auf den Gewehrlauf eingeschossen. 

Die Schiessjacke

Die Jacke dient den Schiessenden in einem bestimmten Umfang als Stütze, welche insbesondere in der Disziplin 'stehend-frei' zum tragen kommt. Sie ist an den beiden Ellbogen leicht gepolstert und an der rechten Schulter durch festes Material verstärkt. Die Festigkeit und die Dicke des Materials wird durch die Regeln des internationalen Schiesssportverbandes ISSF geregelt und muss auch durch die Behindertensportler eingehalten werden.

Die Schiesshose

Für die Hose gilt grundsätzlich dasselbe wie für die Jacke. Auch ier ist die Beschaffenheit des Materials durch das Regelwerk bestimmt. An den Knien können Verstärkungen angebracht sein, welche allerdings von den Behindertensportlern nicht genutzt werden. Sie müssen die Positionen 'liegend' und 'kniend', gemäss Regeln des Rollstuhlsportes, also in der sitzenden Position absolvieren.

Der Schiessschuh

Die Höhe des Schuhs ist durch die ISSF-Regeln genormt. Sie darf maximal 2/3 der Sohlenlänge umfassen. Die Sohle muss laut Reglement biegbar sein, dennoch ist es sinnvoll die Schuhsohle nicht durch übermässiges marschieren zu verformen. Sie soll eine möglichst grosse Kontaktfläche zum Boden bilden, was Voraussetzung für ein ruhiges Stehen ist.

Der Schiesshandschuh

Der Handschuh schützt die Hand beim stützen des Gewehres. Er wird in verschiedenen Ausführungen hergestellt, ist aber genauso wie alle übrigen Bekleidungsteile dem internationalen Reglement unterstellt.

Die manuelle Zielscheibe

Die Entfernung zur Scheibe beträgt wie üblich 10 Meter. Im Unterschied zu sehenden Schützen welche auf die Luftgewehrscheibe schiessen, absolvieren die blinden und sehbehinderten Schützen ihre Programme auf Scheiben mit der Ringeinteilung analog der normalen Luftpistolenscheibe.

Der Durchmesser des 10er-Kreises beträgt bei der LP-Scheibe 11 mm und bei der LG-Scheibe 0,5 mm!

Damit der notwendige LED-Sensor, bei elektronischen Scheiben fix beim Ziel montiert, auch bei manuellen Scheibenzügen angewendet werden kann wird dieser auf einer Deckschablone montiert und jeweils vor die Wertungsscheibe gestellt. Die benötigte Stromversorgung erfolgt über eine Knopfbatterie.
Grössere Wettkämpfe werden immer mehr auf elektronische Scheiben geschossen.